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EU finanziert Kubas erste Anlage zur Produktion von Biomethan

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Unterstützt von der Europäischen Union nimmt Kuba in der Provinz Matanzas die Produktion von Biomethan für den Verkehrs- und Energiesektor auf.

Biogas Container auf dem Feld
PIXABAY

Kuba wird erstmals eine Anlage zur Produktion von Biomethan in Betrieb nehmen. Mit dem Biokraftstoff sollen Busse betankt und Strom erzeugt werden. Die Bauarbeiten an der Anlage in der Kleinstadt Martí im Nordosten der Provinz Matanzas befinden sich in den letzten Zügen. Die Inbetriebnahme durch Experten aus Spanien soll noch vor dem 4. April erfolgen, schreibt die kubanische Nachrichtenagentur ACN. Das Projekt wird von der Europäischen Union (EU) über das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) finanziert und vom kubanischen Wirtschaftsministerium koordiniert.

 

Biomethan findet Anwendung für die Produktion von Elektrizität und Wärme in Blockheizkraftwerken, Gaswärmepumpen, Brennstoffzellen sowie als Treibstoff für Fahrzeuge. Der in Martí hergestellte Biokraftstoff soll zunächst fünf Busse in der Ortschaft selbst betreiben. Dies wird es ermöglichen, „einen städtischen Nahverkehr in der Gemeinde anzubieten und diesen zudem mit Cárdenas und Matanzas zu verbinden“, erklärte Sobeida María Reyes Martínez, die Entwicklungsleiterin der Gemeinde Martí. Die Anlage sei ein Pilotprojekt in Kuba und gehöre zu den ersten ihrer Art in ganz Lateinamerika.

 

Für die technische Montage des Biomethan-Werks zeichnet das spanische Unternehmen GECRIO verantwortlich. Projektleiter Ramón Castellarnau Font erläuterte gegenüber ACN, dass das Gas in Fermentern verarbeitet, einen Reinigungsprozess durchläuft, bevor das Gas unter hohem Druck in Flaschen komprimiert wird, um die Busse zu betanken. Das Verfahren biete sowohl ökologische als auch soziale Vorteile für Kuba, so Castellarnau weiter. „Wenn die Busse mit Gas aus dieser Anlage betrieben werden, hängt man bei der Versorgung mit diesem Rohstoff nicht mehr von Dritten ab.“

 

Gemeinsam mit der Europäischen Union und anderen Partnern unterstützt das UNDP Agrar- und Ernährungsprojekte im Osten Kubas sowie landesweit Projekte im Bereich erneuerbare Energien. Zuletzt stellte das UNDP sein neues Kooperationsprogramm mit Kuba für die kommenden fünf Jahre vor. Nach dem verheerenden Hurrikan Melissa koordinierte das UNDP zudem gemeinsam mit der kubanischen Regierung die Verteilung von Hilfsgütern in den betroffenen Regionen im Osten der Insel. Das UNDP ist eine Organisation des Systems der Vereinten Nationen (UN) und arbeitet in 173 Ländern weltweit.

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