Logo der Deutsches Büro zur Förderung vor Handel und Investitionen in Kuba

Neue Sanktionsrunde: US-Zwangsmaßnahmen gegen Kubas Bergbausektor

  • News

Washington sanktioniert den kubanischen Metall- und Bergbausektor und mehrere Funktionäre. Kubas Außenminister weist die Maßnahmen zurück.

No entry hand sing
juicy_fish by magnific.com / juicy_fish

Die Vereinigten Staaten haben am 20. August die Sanktionen gegen Kuba weiter verschärft und acht staatliche Unternehmen aus den Bereichen Metallverarbeitung und Bergbau sowie Kubas Bauministerium auf die Sanktionsliste gesetzt. Zudem werden drei Funktionäre des Kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft (ICAP), das Kubas Beziehungen zu ausländischen Solidaritätsaktivisten fördert, sanktioniert.

 

US-Außenminister Marco Rubio warf dem ICAP vor, unter dem Deckmantel von Bildungs- und Kulturaustausch ein „umfangreiches subversives Netzwerk“ in den Vereinigten Staaten zu unterhalten.

 

Zu den sanktionierten Unternehmen aus dem kubanischen Metall- und Bergbausektor gehören das staatliche Nickelunternehmen „Comandante Ernesto Che Guevara“; METALCUBA, ein kubanisches Staatsunternehmen, das im Auftrag staatlicher und nicht-staatlicher Akteure die Einfuhr von Schwerindustrieprodukten, einschließlich Spezialbrennstoffen und Metallkomponenten, vermittelt; die im Salzabbau tätige Unternehmensgruppe GEOMINSAL; das Unternehmen ACINOX COMERCIAL, das den Import und Export von metallurgischen Gütern und Industrieanlagen abwickelt; die mit der Vermittlung kubanische Arbeitskräfte an ausländische Unternehmen betraute Agentur ACOREC sowie die zu dem Außenhandelskonglomerat GECOMEX gehörenden Im- und Exportagenturen CORATUR, TRANSIMPORT und CONSUMIMPORT.

 

Für die vom US-Außenministerium gelisteten Unternehmen und Personen bedeuten die Sanktionen die Sperrung ihrer Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten. Zudem sind US-Unternehmen und -Einzelpersonen sämtliche Transaktionen und Geschäfte mit den sanktionierten Entitäten untersagt. Geschäfte Dritter unterliegen einer Sanktionsdrohung. Rechtsgrundlage ist eine am 1. Mai von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Exekutivorder, die das Sanktionsregime gegen die kubanische Regierung und auf der Insel tätige ausländische Unternehmen erweitert. Dies hat bereits zum Rückzug spanischer Hotelkonzerne, der Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard, internationaler Reedereien oder des kanadischen Bergbaukonzerns Sherritt aus dem Kuba-Geschäft geführt.

 

Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez wies die Sanktionen in einem Beitrag auf seinem offiziellen X-Account zurück. Die USA und Rubio verfolgten das „bewusste Ziel, der [kubanischen] Wirtschaft zu schaden“, um die Grundversorgung der Bevölkerung zu verhindern, so Rodríguez. Die Maßnahmen behinderten Lieferungen von Lebensmitteln, Medikamenten und medizinischen Geräten, die größtenteils von kubanischen Privatunternehmen gekauft würden.

In den Kategorien:

Suchen Sie etwas Anderes?

In unserem Informationszentrum finden Sie aktuelle Neuigkeiten, Downloads, Videos, Podcasts...

Zum Info Hub