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Auswärtiges Amt rät dringend von Reisen nach Kuba ab

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Nicht notwendige Reise nach Kuba sollten unterlassen werden – das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise für Kuba verschärft.

Flugzeug auf einer Landkarte und Symbole für verboten
Freepik

Das Auswärtige Amt hat Ende März seine Reisehinweise für Kuba aktualisiert. „Von Reisen nach Kuba wird derzeit dringend abgeraten“, heißt es auf der Seite der Deutschen Botschaft in Havanna.  

 

Die medizinische Versorgung, der Nahverkehr und der Flugbetrieb seien durch die aktuelle Energiekrise stark eingeschränkt. „Das Ausbleiben von Öl- und Treibstofflieferungen aus dem Ausland führt zu erheblichen Ausfällen bei der Energie- und Treibstoffversorgung, die sich auf alle Lebensbereiche auswirkt“, ist unter den Reise- und Sicherheitshinweisen zu lesen. Vor allem die ohnehin stark eingeschränkte medizinische Versorgung im Land (einschließlich Notfallversorgung sowie medizinisch notwendige Rücktransporte) werde durch die Energiekrise weiter „erheblich beeinträchtigt“. Daher die Warnung: „Sehen Sie von nicht notwendigen Reisen nach Kuba ab, insbesondere wenn Sie behandlungsbedürftige Vorerkrankungen haben.“

 

Hinzu kommen Einschränkungen des Luftverkehrs nach Europa. Seit dem 9. Februar 2026 können Flugzeuge aus dem Ausland in Kuba nicht mehr betankt werden, weshalb zahlreiche Airlines Direktflüge aus Europa zwischenzeitlich ausgesetzt oder Flugfrequenzen reduziert haben. Anfang März setze Air France seine Flüge nach Kuba wegen der Treibstoffknappheit für zweieinhalb Monate aus. Die Wiederaufnahme der Flüge ist für den 15. Juni geplant, sofern sich die Lage bis dahin verbessert. Betroffene Kunden, die Reisen für die kommenden zweieinhalb Monate gebucht haben, wird die Fluggesellschaft per E-Mail, SMS und über ihre mobile App kontaktieren und ihnen eine Umbuchung, eine Rückerstattung oder ein Ticket im Wert ihrer Buchung für einen späteren Zeitpunkt anbieten, heißt es. Auch die spanische Airline World2Fly verändert ihren Flugplan nach Kuba. Die Fluggesellschaft des Tourismuskonzerns Iberostar wird aufgrund von Treibstoffengpässen in Havanna von Mitte März bis Anfang Juli einen ihrer beiden wöchentlichen Flüge zwischen Madrid und Havanna vorübergehend einstellen. Die spanischen Airlines Iberia und Air Europa halten ihre Verbindung Havanna-Madrid aufrecht, legen aber auf dem Flug nach Europa einen Tankstopp in der Dominikanischen Republik ein. Kanadische und russische Fluggesellschaften dagegen fliegen Kuba derzeit nicht mehr an.

 

Die kubanische Fluggesellschaft Cubana de Aviación hat ihre Flüge zwischen Frankfurt/Main und Havanna bzw. Holguín wegen des Kerosinmangels bereits Anfang März eingestellt. Somit gibt es derzeit keine Direktverbindung zwischen Deutschland und Kuba mehr. Die Treibstoffknappheit in Kuba hat sich nach der Unterbrechung der Öllieferungen aus Venezuela nach dem US-amerikanischen Angriff auf Caracas vom 3. Januar und den Drohungen von US-Präsident Donald Trump, alle Länder mit Zusatzzöllen zu belegen, die Kuba mit Rohöl und Öl-Derivaten beliefern, erheblich verschärft.

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