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Vielversprechende Tests kubanischer Düngemittel in Deutschland

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Ein Gemeinschaftsprojekt der Universität Havanna und der Berliner Humboldt-Uni hat bei Feldversuchen erfolgreich zwei kubanische Dünger verifiziert.

Schüttelnde Hände als Symbol von Partnerschaft. Deutsch-kubanische Flaggen, Feld, Traktor
KI generiertes Bild / KI

Zwei kubanische Düngemittel sind mit deutscher Unterstützung in ihrem internationalen Validierungsprozess erfolgreich vorangekommen. Im Rahmen eines Kooperationsprojekts zwischen der Universität Havanna (UH) und der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) wurden die kubanischen agrarökologischen Produkte NEREA® PLUS-U und BIOBRAS 16® in Deutschland an Kartoffeln und Mais getestet. Die erfolgreichen Feldversuche „stellen einen Meilenstein in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Kuba und Europa dar“, schrieb die Stiftung für Innovation und Entwicklung der Universität Havanna (FID-UH) in einem Social-Media-Post. Die Validierung erfolgt nach dreijähriger gemeinsamer Forschung zwischen 2024 und 2026. „Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer koordinierten Arbeit zwischen Institutionen auf hohem akademischen und wissenschaftlichen Niveau“ Kubas und Deutschlands, so die Stiftung weiter.

 

Auf kubanischer Seite erfolgte die wissenschaftliche Unterstützung und technologische Entwicklung der Produkte durch ein Team von Experten des Instituts für Materialwissenschaft und -technologie (IMRE) der Uni Havanna und des Unternehmens AgroSano der Universitätsstiftung. AgroSano ist das erste Start-up der FID-UH. Seine Gründung war im April vergangenen Jahres vom kubanischen Wirtschaftsministerium genehmigt worden. Geschäftszweck ist die Herstellung und Vermarktung von Pestiziden und chemischen Produkten für die Landwirtschaft.

 

Auf deutscher Seite wurde die Zusammenarbeit geleitet von Dr. Jan Hansen, Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), Geschäftsführer der WIWEX GmbH und Gastprofessor an der Universität Havanna. Hansen engagiert sich seit Jahren für die Kooperation zwischen UH und HU und ist einer der Hauptorganisatoren der von beiden Universitäten jedes Jahr in Havanna veranstalteten Summer School. Die Versuchsplantagen wurden am Institut für Agrar- und Stadtökologische Projekte (IASP) der Humboldt-Universität unter der Leitung von Dr. Stephan Kohler angelegt.

 

„Diese Zusammenarbeit positioniert nicht nur kubanische Lösungen auf dem globalen Markt, sondern bietet auch konkrete Werkzeuge für die Herausforderungen einer nachhaltigen Landwirtschaft weltweit“, schreibt die FID-UH.

 

NEREA® ist ein natürlicher Dünger, den die Karibikinsel seit mehr als 30 Jahren entwickelt. Laut den kubanischen Entwicklern handelt es sich dabei um eine Familie von Düngemitteln und Substraten, die mit einer innovativen Technologie entwickelt wurden, die es ermöglicht, die von den Pflanzen benötigten Nährstoffe, vor allem Stickstoff und Phosphor, in optimaler Menge und Proportion in das zeolithische Material einzubringen. Laut älteren Medienberichten hätten Feldversuche gezeigt, dass die Verwendung von NEREA®-Biofertilizern und -Substraten die Produktionserträge von Knoblauch, Mais, Bohnen, Tomaten, Gurken und aromatischen Pflanzen um 20 bis 30 Prozent steigert, wobei die Qualität des Bodens und dessen Fähigkeit, Wasser zurückzuhalten, erhalten blieben. Nach Angaben der Zeitschrift Opciones wurde das Produkt im vergangenen Jahr sogar in den USA erfolgreich zugelassen.

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