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Deutsche Firma sponsert Kubas Basketballverband

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Ein neues Gesetz gestattet Ausländern Werbung, Sponsoring und Finanzierung im kubanischen Sport. Vorreiter ist ein deutsches Unternehmen.

Raphael DeVol
Raphael DeVol, General Director TAAC e.K.

Das deutsche Unternehmen TACC (Tecnologia Alemana para Centroamérica y el Caribe) und der kubanische Basketballverband haben eine Sponsoring-Partnerschaft geschlossen. Die Ende Juni unterzeichnete Vereinbarung umschließt Materialausrüstung und die punktuelle Übernahme von Reisekosten für verschiedene Nationalmannschaften.

 

Im Rahmen der Vertragsunterzeichnung in der Ciudad Deportiva in Havanna wurden der Herren-Nationalmannschaft Trikotsätze mit dem TACC-Schriftzug für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele in Panama und Uruguay überreicht.

 

Die Zusammenarbeit ist zunächst auf ein Jahr angelegt; beide Seiten äußerten jedoch die Hoffnung auf eine längerfristige Zusammenarbeit. „Die Idee ist, dass dies eine langfristige Partnerschaft wird“, sagte TACC-Generaldiektor Raphael M. DeVol. „Über die Trikots hinaus sehen wir verschiedene Möglichkeiten einer engen Zusammenarbeit.“ Das Familienunternehmen aus Witten-Herbede in Nordrhein-Westfalen ist seit gut zehn Jahren auf Kuba aktiv und beliefert staatliche kubanische Unternehmen wie die Unternehmensgruppe BioCubaFarma und Kunden im Lebensmittel- und Zuckersektor oder im Bergbau mit Laborgeräten, Verbrauchsmaterialien sowie Laborchemikalien. „Wir wissen, dass die Lage im Land kompliziert ist, und umso mehr freut es uns, Unterstützung leisten zu können“, so DeVol, der selbst eine Basketballvergangenheit hat. Der heute 44-Jährige gehörte in jungen Jahren zum Bundesliga-Kader des Traditionsvereins Brandt Hagen.

 

Die Präsidentin des Basketballverbandes, die frühere Olympiateilnehmerin Dalia Henry, zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem Vertragsabschluss. „Nicht nur, dass wir erstmals einen solchen Vertrag abschließen, er wird uns auch dabei helfen, die Entwicklung des Basketballs in Kuba voranzutreiben. Jeder weiß, in welcher Lage sich das Land derzeit befindet, und deshalb müssen wir die Zusammenarbeit und Unterstützung all jener suchen, die bereit sind, uns zu helfen.“

 

In der Tat betreten sowohl Verband als auch TACC Neuland. Ein im Mai in Kraft getretenes neues Sportgesetz gestattet erstmals Ausländern und nicht auf der Insel ansässigen Kubanern die Beteiligung an Werbung, Sponsoring und Finanzierung in Kubas Sportsektor. Zugleich eröffnet der neue Rechtsrahmen auch staatlichen und privaten kubanischen Unternehmen diese Möglichkeit. Die Regelung umfasst die Produktion von Gütern, die Erbringung von Dienstleistungen sowie Innovation und Wissensentwicklung, mit dem Ziel, das kubanische Sportsystem zu stärken, heißt es.

 

TACC ist in dieser Hinsicht Vorreiter. Dabei gehe es ihm gar nicht so sehr darum, ob sein Firmenlogo auf den Trikots erscheint oder nicht, sagt DeVol, sondern darum, mit (geringen Mitteln) eine gesellschaftliche Wirkung zu erzielen und etwas zu bewegen. Sein Engagement versteht er ausdrücklich als langfristiges. „Als Unternehmer und als Firma möchte ich wahrgenommen werden als jemand, der sich langfristig weiter auf Kuba engagieren möchte und dementsprechend auch solch eine Kooperation eingeht.“

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