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Ausländische Investition im Bereich Abfallwirtschaft

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Ein Projekt mit portugiesischer Beteiligung soll die katastrophale Müllsituation in Havanna verbessern.

Used plastic bottles in recycling bins for earth day campaign
Freepik / rawpixel.com

Das Abfall- und Müllentsorgungsproblem in Kubas Hauptstadt Havanna ist unübersehbar und ein konstantes Ärgernis für die Bevölkerung. In diesem Zusammenhang treibt die Regierung in Havanna nun ein ausländisches Investitionsprojekt mit portugiesischer Beteiligung zur Verbesserung der Abfallwirtschaft voran. Darüber informierte die Stadtverwaltung des Hauptstadtbezirks Playa in einem Facebook-Post.

 

„In der ersten Phase werden alle in der Stadt verfügbaren Lastwagen und Container eingesetzt, neue Reinigungsgeräte angeschafft und weitere Container in der Provinz aufgestellt“, wird Miguel Almeida, Vertreter des portugiesischen Projektpartners, in der Mitteilung zitiert. Die Häufigkeit der Abholung werde an jedem Punkt neu bewertet. Auch blieben alle Mittel und Ausrüstungen - auch die neu angeschafften - im Besitz des Staates.

 

Es wird davon ausgegangen, dass pro Person täglich etwa 700 Gramm Abfall anfallen, heißt es in der Mitteilung weiter. In der ersten Projektphase sollen Hausmüll, Baumschnitt und Bauschutt getrennt werden, die mit Sondergenehmigungen entsorgt werden müssen. Die zweite Phase sieht die Behandlung fester Abfälle vor, diese könne aber nur umgesetzt werden, wenn die erste Phase ordnungsgemäß funktioniert. In wirtschaftlicher Hinsicht ist eine Gehaltsanpassung für die Mitarbeiter der kommunalen Dienste vorgesehen, die einen Anreiz für die Mitarbeiter beinhaltet.

 

Die Stadtverwaltung hob gleichzeitig hervor, dass „angesichts der Tatsache, dass 50 Prozent der jährlichen Ausgaben der kommunalen Dienste für Kraftstoff aufgewendet werden, Effizienz im Betrieb unerlässlich ist“.

 

Die Höhe der geplanten Investition oder Einzelheiten zum Projektpartner wurden nicht genannt. Es dürfte sich dabei um die portugiesische Firma Engimov Caribe S.A. handeln, die nach eigenen Angaben auf die Bereitstellung fortschrittlicher technischer Lösungen in den Bereichen Bauwesen, Ingenieurwesen und Anlagenbau spezialisiert ist. Engimov Caribe erhielt als erstes portugiesisches Unternehmen eine Betriebsgenehmigung für die Sonderentwicklungszone Mariel (ZEDM). Miguel Almeida ist CEO des Unternehmens.

 

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